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Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat den
Offshore Windenergiepark Albatros in der Nordsee genehmigt. Auf einer Fläche
von 39 km² können 79 Windenergieanlagen errichtet werden. Der Windpark wird
Testfeld für sogenannte Schwerkraftfundamente werden.
Der Parlamentarische Staatsekretär beim Bundesverkehrsminister,
Enak Ferlemann, sieht in der neuen Genehmigung seiner Behörde einen weiteren
Schritt zur Umsetzung des Energiekonzepts der Bundesregierung: "Die
Offshore-Windenergie ist ein wichtiger Eckpfeiler, um die ehrgeizigen
Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Gleichzeitig ist sie eine große
Chance für die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Häfen und die Steigerung
ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
sorgt im Genehmigungsverfahren für einen fairen Ausgleich der unterschiedlichen
Nutzungsinteressen in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone. Dabei ist
die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs von und nach deutschen
Häfen für die Exportnation Deutschland ein wichtiger Aspekt. Insbesondere die
Wasser- und Schifffahrtsdirektionen der Küste leisten dazu einen maßgeblichen
Beitrag."
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat mit
dem Bescheid der Northern Energy OWP Albatros GmbH die Errichtung und den
Betrieb von 79 Windenergieanlagen in der Nordsee genehmigt. Der Windenergiepark
entsteht in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der östlichen Deutschen
Bucht, jeweils etwa 105 km von Borkum und der Nordseeinsel Helgoland entfernt.
Die Windenergieanlagen sollen in einer Tiefe von ca. 40 m aufgestellt werden.
Der Genehmigung wird sich voraussichtlich ein Ergänzungsverfahren
anschließen. Geplant ist, für die Gründung der Windenergieanlagen an zehn Standorten ein sogenanntes Schwerkraftfundament
zu verwenden. Dabei handelt es sich um eine Betonkonstruktion, die auf den
Meeresgrund gestellt wird. Der Offshore Windenergiepark Albatros soll für diese neue Form
der Verankerung von Windenergieanlagen Testfeld werden.
Der Genehmigung liegen umfangreiche Bewertungen möglicher
Umweltauswirkungen zugrunde. Sie beinhalten u.a. Auswirkungen auf die
Vegetation, die Tierwelt sowohl im Wasser als auch in der Luft oder das Klima.
Seit 2001 hat das BSH insgesamt 27 Windenenergieparks mit
insgesamt 1929 Windenergieanlagen genehmigt. In der AWZ sind 27
Windenergieanlagen am Netz. Ca. 90 Anlagen werden zurzeit gebaut. Neben alpha
ventus wird das Vorhabensgebiet Albatros das zweite Testfeld für neue Verfahren
im Rahmen der Errichtung von Windenergieanlagen sein. Die Einführung neuer
Verfahren wird vom BSH mit umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchungen begleitet.
Die Ergebnisse fließen in die weiteren Genehmigungsverfahren ein.
Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung,
der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und
Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von
Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft
gibt.
25.8.2011
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