|
15.12.2004
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat die letzte der
erforderlichen Genehmigungen für das Windpark-Projekt "Borkum West"
der Firma PROKON Nord GmbH aus Leer erteilt. Mit der Genehmigung für das stromabführende
Kabel im Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) ist nunmehr der
Weg frei für die komplette Netzanbindung der 45 Kilometer nördlich von Borkum geplanten 12
Windenergieanlanlagen bis Emden. Erstmals liegen in Deutschland nun alle Genehmigungen
für ein Meereswindparkprojekt vor, erklärte BSH-Justitiar Christian Dahlke am
Mittwoch in Hamburg.
Die Verlegung des 60 Kilometer langen, armdicken Kabels ist nach Angaben
des Energieunternehmens für 2006, der Bau des Windparks für 2007 vorgesehen.
Bereits im November 2001 hatte das BSH grünes Licht für die Errichtung der Anlagen
mit einer Leistung von rund 60 MW gegeben. Vor wenigen Tagen erteilte die Bezirksregierung
Weser-Ems für das Kabel die deich- und wasserrechtliche Genehmigung sowie die
Befreiung von den Verboten nach dem niedersächsischen Nationalparkgesetz, um
den auf See produzierten Strom auch an Land zu bringen.
Die Genehmigungen für das geplante 110-kV Drehstromkabel enthalten zwischen
den zuständigen Behörden inhaltlich abgestimmte Auflagen, ergänzte Dahlke. So
müsse das Kabel auf der zwischen Norderney und dem Windpark verlaufenden Trasse
drei Meter tief in den Meeresboden verlegt werden, um Gefährdungen für die Meeresumwelt
und die Schifffahrt zu minimieren. Auch sei das Kabel nach Außerbetriebnahme
der Anlagen insgesamt zurückzubauen.
Beim BSH laufen derzeit Verfahren für insgesamt 33 Windpark-Projekte (27
Nordsee, 6 Ostsee) sowie für einige Kabelanbindungen. Davon wurden bisher sieben
Projekte für die Errichtung von Windenergieanlagen mit Pilotphasen von max.
80 Anlagen genehmigt.
Archiv
2004
|