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Häufig gestellte Fragen

   
 
 

Frequently Asked Questions

 

Seekarten, Nautische Veröffentlichungen

Gibt das BSH auch Sportbootkarten vom Mittelmeer heraus?
Das BSH gibt nur Sportbootkarten für Nord- und Ostsee heraus. In Deutschland werden die rund 298 amtlichen Seekarten für deutsche und europäische Gewässer (149 für die Ostsee und 149 im Bereich der Nordsee, Skagerrak und des Kanals) sowie 30 Seebücher vom BSH herausgegeben. Speziell für die Sportschifffahrt erscheint jährlich der Jachtfunkdienst „Nordsee, Ostsee und Englisher Kanal“.
Es gibt Sportbootkartenserien für die Ostsee und die Nordsee.

Kann man im BSH Seekarten kaufen?
Nein, das BSH vertreibt seine amtlichen Publikationen ausschließlich über Zwischenhändler, wie den Buchhandel, Sportbootausrüster und spezielle BSH-Vertriebsstellen. Diese sind Fachhändler, die sich vertraglich verpflichtet haben, für ein oder mehrere Seegebiete ein eigenes Lager von BSH-Seekarten und –Seebüchern zu führen und die Artikel bis zum Weiterverkauf an den Kunden auf den aktuellen Stand zu berichtigen.
Wenn Sie sich für einen Artikel aus der umfangreichen Produktpalette des BSH interessieren und eventuell erwerben möchten, so wenden Sie sich bitte direkt an eine unserer Vertriebsstellen im In- und Ausland. Selbstverständlich können Sie alle Produkt auch ganz einfach über den örtlichen Buchhandel in Ihrer Nähe bestellen.

Kann man ausgemusterte Seekarten bekommen?
Nein, aus Sicherheitsgründen werden alle ungültigen Seekarten vernichtet .

Wo gibt es Reliefkarten des Meeresbodens?
Es gibt u.a. die GEBCO-Karten der IOC (Intergovernmental Oceanographic Commission), die Tiefenlinien in sehr guter Qualität zeigen.

An wen kann ich Informationen zu den nautischen Produkten des BSH geben?
Wenn Sie Informationen zu unseren nautischen Produkten haben, können Sie diese an die zentrale Mail-Adresse hydrodata@bsh.de senden. Über diese Adresse werden alle relevanten Daten für Produktion und Laufendhaltung der Produkte des Nautischen Informationsdienstes im BSH erfasst.

 

Seevermessung, Wracksuche

Wie lang ist die deutsche Küstenlinie?
Die gesamte deutsche Küstenlänge beträgt auf der Grundlage der Definition der Internationalen Hydrographischen Organisation (IHO) ca. 2900 km, davon entfallen 1170 km auf die Nordsee und 1730 km auf die Ostsee.
Die Längen umfassen die Festlandküste selbst, die Inseln sowie Flussmündungen und der folgende Flusslauf in einem definierten Umfang.

Im Detail sind die Längen der folgenden Tabelle zu entnehmen:

 

Nordsee

Ostsee

Festland

313 km

811 km

Inseln

550 km

768 km

Flüsse

308 km

153 km

Gesamt

1171 km

1732 km

Die Berechnung stammt aus dem Jahr 2011. Da die Küstenlinie teilweise sehr veränderlich ist, sind die angegebenen Längen ebenfalls veränderlich.

Ist das BSH für die Bergung von Wracks zuständig, und erteilt es Erlaubnisse zum Abtauchen zu Wracks?
Nein, das BSH ortet und untersucht Wracks, um sicherzustellen, dass sie kein Schifffahrtshindernis darstellen, es birgt aber keine Wracks und erteilt auch keine Genehmigungen zum Abtauchen zu Wracks. In den Seekarten des BSH sind Positionen von etwa 2000 Unterwasserhindernissen verzeichnet.

Wie viele Schiffe bereedert das BSH?
Das BSH bereedert fünf Spezialschiffe:

  • Vermessungsschiff Komet, Heimathafen Hamburg
  • Vermessungsschiff Capella, Heimathafen Rostock
  • Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff Deneb, Heimathafen Rostock
  • Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff Atair, Heimathafen Hamburg
  • Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff Wega, Heimathafen Hamburg

Besteht Mitfahrgelegenheit auf den BSH-Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffen?
Leider nein. Die Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffe sind reine Arbeitsschiffe.

 

Meereskunde

Wie tief sind Nord- und Ostsee und das Mittelmeer. Wo liegt die tiefste Stelle im Ozean?
Nord und Ostsee fallen unter die Kategorie Schelfmeere (mittlere Tiefen von 0-200 m). Die Ostsee ist eines der größten zusammenhängenden Brackwassergebiete (ca. 415.000 km²) der Erde und zeichnet sich durch eine ausgeprägte Beckenstruktur aus (Arkona-, Bornholm-,Gotlandbecken, Bottensee und Bottenwiek). Die mittlere Tiefe liegt bei ca. 50 m, das Tiefenmaximum von ca. 459 m findet man nördlich von Gotland im Landsorttief. Die Nordsee bedeckt eine Fläche von ca. 575.000 km², die mittlere Tiefe liegt hier bei ca. 90 m. In der Norwegischen Rinne wird eine Tiefe bis zu ca. 700 m erreicht. Das Mittelmeer hat eine Fläche von ca. 3.000.000 km², eine mittlere Tiefe von ca. 1400 m und ein Maximum von ca. 5000 m im Ionischen Meer. Als mittlere Tiefe der Weltozeane wird ca. 3800 m angegeben; gegenwärtig hält man eine gemessene Tiefe von 11033 m für das absolute Maximum. Die Stelle befindet sich in einem Tiefseegraben – dem Marianengraben – des Pazifiks.

Wie heißen die sieben Weltmeere?
Es gibt keine eindeutige Antwort. Am häufigsten wird Rudyard Kipling (engl. Schriftsteller 1865-1936) zitiert, der folgende sieben Weltmeere benennt: das Nördliche Eismeer, das Südliche Eismeer, den Nordatlantik, den Südatlantik, den Nördlichen Pazifik, den Südlichen Pazifik und den Indischen Ozean.

Wie hoch ist die durchschnittliche Oberflächentemperatur von Nord- und Ostsee?
Nordsee:  Helgoland 9,9°C, Shetland Inseln 9,7°C
Ostsee:    Kiel 9,5°C, Helsinki 6,2°C

Können Schiffe bergauf fahren?
Binnenschiffer sprechen von Berg- oder von Talfahrt. Flüsse fließen nur, wenn es einen Schwerepotentialunterschied, also eine Oberflächenneigung gibt. Zum Beispiel gilt für die Elbe ein (angenähert) Höhenunterschied von 100 m auf 1000 km Flusslänge. Damit gilt die Elbe als ein langsamer Fluss. Dieser Höhenunterschied ist im Prinzip weitgehend konstant, nur durch Oberwasseränderungen (wie z.B. das „Jahrhundert-Elbehochwasser“) wird der Höhenunterschied kurzfristig verändert. Auf Flüssen fahren Schiffe in einer Richtung immer „bergauf“ in der anderen „bergab“. Im Gegensatz dazu ändert sich die Neigung des Meeresspiegels, z.B. der Nordsee, beständig. Ursache sind die Gezeiten, Dichteänderungen des Meerwassers, Luftdruckänderungen und natürlich der Einfluss des Windes. An der deutschen Nordseeküste kann die Neigung des Meeresspiegels maximal etwa 2 m auf 100 km betragen. Also können auch auf dem Meer Schiffe „bergauf“ oder „bergab“ fahren. Der Effekt ist verglichen mit den Flüssen deutlich schwächer.

In welcher Maßeinheit wird der Salzgehalt angegeben?
Die früher für den Salzgehalt übliche Angabe „Promille Salzgehalt“ wird nicht mehr verwendet, da von der UNESCO die Bezeichnung „psu – practical salinity unit“ eingeführt wurde. Die Zahl ist dimensionslos und gibt an, wie viel g Salz in einem kg Meerwasser enthalten sind.

Wie ist der Salzgehalt des Weltozeans?
Der ozeanische Salzgehalt liegt zwischen etwa 33 und 39 (im Mittel 34, 69); das heißt, dass im Mittel in einem Kilogramm Meerwasser 33 bis 39 g Salz enthalten sind. In der regional sehr unterschiedlichen Salzgehaltsverteilung bilden sich die Strömungssysteme (z.B. Golfstrom / Labradorstrom) ab, zeigen sich Gebiete mit starker Verdunstung (z.B. Persischer Golf, Rotes Meer) sowie Gebiete mit starken Niederschlägen (z.B. äquatoriale Westküste Südamerikas).

 

Flaggenzertifikate

Wozu brauche ich ein Flaggenzertifikat?
Das Flaggenzertifikat wird für Seeschiffe bis 15 m Rumpflänge ausgestellt, und berechtigt zur Führung der Bundesflagge. Das Dokument ist ein international anerkanntes Flaggendokument, jedoch kein Eigentumsnachweis nach deutschem Recht.

 

Befähigungszeugnisse

Benötigen Seeleute eine Schulung zum Bedienen von ECDIS-Geräten (ECDIS = Electronic Chart Display and Information System)?
Befähigungszeugnisse gemäß Regel II/1 (Nautischer Wachoffizier) oder Regel II/2 (Erster Offizier / Kapitän) der Anlage zum STCW-Übereinkommen bestätigen grundsätzlich die Befähigung der Zeugnisinhaber zur Bedienung von ECDIS-Systemen. ECDIS-Systeme fallen gemäß STCW-Übereinkommen unter den Begriff "Seekarten".
Aufgrund des ISM-Codes muss jedes Unternehmen auch sicherstellen, dass alle Anwender die ECDIS-Systeme an Bord seiner Schiffe sicher bedienen können.
Bescheinigungen über ECDIS-Schulungen sind daher bis auf weiteres nicht aufgrund des STCW-Übereinkommens vorgeschrieben, sondern können ein Hinweis auf ein gelebtes ISM-System sein.

Wie können Kenntnisse der richtigen Zusammenarbeit einer Brückenbesatzung vermittelt werden?
Befähigungszeugnisse gemäß Regel II/1 (Nautischer Wachoffizier) oder Regel II/2 (Erster Offizier / Kapitän) der Anlage zum STCW-Übereinkommen bestätigen, dass die Inhaber grundsätzlich über gründliche Kenntnisse der richtigen Zusammenarbeit einer Brückenbesatzung verfügen.
Aufgrund des ISM-Codes muss jedes Unternehmen auch sicherstellen, dass eine effektive Zusammenarbeit der Brückenbesatzung an Bord seiner Schiffe gewährleistet werden kann. B-VIII/2 STCW-Code bietet eine Anleitung wie jedes Unternehmen ein Brückenmanagement durchsetzen soll. Hierzu können Schulungen der Seeleute einen Beitrag leisten.
Bescheinigungen über Fortbildungen in Bridge Teamwork, Bridge Team Management oder  Bridge Ressource Management sind daher bis auf weiteres nicht aufgrund des STCW-Übereinkommens vorgeschrieben, sondern können ein Hinweis auf ein gelebtes ISM-System sein.

 

Offshore-Windenergieanlagen

Wie viele Offshore-Windparks sind beantragt, wie viele bereits genehmigt?
Bisher laufen für 110 Projekte Verfahren für Windenergieanlagen (90 in der Nordsee, 20 in der Ostsee). Genehmigt sind bislang folgende 27 Vorhaben (24 in der Nordsee, 3 in der Ostsee):

Nordsee

  • Testfeld "alpha ventus" (ehemals "Borkum West") November 2001
  • "Amrumbank West" (Juni 2004)
  • "BARD Offshore 1" (April 2007)
  • "Borkum Riffgrund“ (Februar 2004)
  • "Borkum Riffgrund West“ (Februar 2004)
  • "Borkum West II" (Juni 2008)
  • "Butendiek" (Dezember 2002)
  • "Dan Tysk" (August 2005)
  • "Delta Nordsee 2" (September 2009)
  • "Deutsche Bucht" (Februar 2010)
  • "EnBW He dreiht" (Dezember 2007)
  • "EnBW Hohe See" (Juli 2006)
  • "Global Tech I" (Mai 2006)
  • "Gode Wind" (August 2006)
  • "Gode Wind II" (Juli 2009)
  • "Meerwind Ost" (Mai 2007)
  • "Meerwind Süd" (Mai 2007)
  • "MEG Offshore I" (September 2009)
  • "Nordsee Ost" (Juni 2004)
  • "Nördlicher Grund" (Dezember 2005)
  • "OWP Delta Nordsee 1" (Februar 2005)
  • "Sandbank 24" (August 2004)
  • "Veja Mate" (September 2009)
  • "Albatros" (August 2011)

Ostsee

  • "Arkona-Becken Südost" (März 2006)
  • "EnBW Windpark Baltic 2" (April 2005)
  • "Wikinger" (Mai 2007)

 

Zwei beantragte Windpark-Projekte wurden abgelehnt:

  • „Adlergrund“  (Ostsee Dezember 2004)
  • „Pommersche Bucht“  (Ostsee Dezember 2004)

 

Geschichte

Wie ist das BSH entstanden?
Das BSH geht auf das Hydrographische Bureau (1861) in Berlin, die Norddeutsche Seewarte (1868) in Hamburg - später die Deutsche Seewarte (1875) -  und das Marineobservatorium in Wilhelmshaven (1874) zurück. 1945 wurde das Deutsche Hydrographische Institut (DHI) gegründet und übernahm mit Ausnahme des Wetterdienstes im wesentlichen die Aufgaben dieser Einrichtungen. Nach der Zusammenlegung des DHIs mit dem Bundesamt für Schiffsvermessung entstand 1990 das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Nach der Wiedervereinigung übernahm das BSH Aufgaben des Seehydrographischen Dienstes und des Seefahrtsamtes der DDR und hat seit 1994 zwei gleichberechtigte Dienstsitze in Hamburg und Rostock.

Erhält man beim BSH Informationen über alte Schiffe und Besatzungen?
Zum Teil gibt es hierüber Informationen in der Bibliothek des BSH, ausführlicheres Material erhalten Sie jedoch bei den einzelnen Reedereien.

 

Tourismus

Wo erhalte ich touristische Informationen?
Das BSH gibt weder Fahrpläne noch Fahrscheine für Fährschiffe heraus, ebenso wenig übernimmt es Hotelreservierungen an der Küste. Bitte wenden Sie sich an die entsprechenden Kurverwaltungen oder Ihr örtliches Reisebüro.

Hochzeiten - Darf ein Kapitän auf Schiffen trauen?
Ein Kapitän darf keine Trauung vollziehen. Hierfür sind nur Standesbeamte zugelassen. Es besteht aber die Möglichkeit, einen Standesbeamten zur Trauung an Bord eines Schiffes zu bestellen. Nähere Informationen erhalten Sie bei den örtlichen Standesämtern oder auch bei einzelnen Reiseveranstaltern.
Hier ist das BSH nicht zuständig

Woher beziehe ich Informationen über das Wetter?
Bitte wenden Sie sich bei entsprechenden Fragen an den Deutschen Wetterdienst in Offenbach oder z.B. das ihm nachgeordnete Geschäftsfeld Seeschifffahrt in Hamburg.
Das BSH ist weder für Wetterbeobachtungen noch -vorhersagen zuständig.

Kann man im BSH die Sportbootführerscheine erwerben?
Dies kann man nur beim Koordinierungsausschuss des Deutschen Motoryachtverbandes e. V, Gründgensstraße 18, 22309 Hamburg,
Tel.: 040/639043-0 und des Deutschen Segler-Verbandes e.V. Gründgensstr. 18, 22309 Hamburg, Tel.: 040/63200925 .

In wessen Zuständigkeit fallen Leuchttürme?
Hierfür sind die Wasser- und Schifffahrtsdirektionen mit ihren Ämtern zuständig; so liegt z.B. die Zuständigkeit für die Leuchttürme Helgolands und Sylts beim Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning, der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel nachgeordnet .

Ist das BSH auch für Binnengewässer zuständig?
Nein, das BSH ist nur für die Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands in Nord- und Ostsee zuständig. Binnengewässer liegen im Zuständigkeitsbereich der einzelnen Wasser- und Schifffahrtsdirektionen .

Gibt es beim BSH Passagierlisten von Auswanderern?
Informationen hierüber erhalten Sie im Hamburger Staatsarchiv.

 

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Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Presse,
Telefon 040 3190 - 1011
Mobil: 0151 - 11588574

Links


Mehr dazu auf www.bsh.de:
Struktur des BSH
BSH kompakt
Anfahrtbeschreibung

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 06.04.2017 14:55:11  
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