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Unsicherheiten über die Nutzung von Frequenzen und Kanälen im UKW-Bereich durch Seefunkstellen


Hamburg, 24.02.2017 Im Bereich der Bundesrepublik Deutschland wird die Möglichkeit der Kanalsplittung von Duplexkanälen in Simplexkanäle zurzeit nicht angewendet. Datenübertragungssysteme auf Frequenzen des Anhangs 18 werden im Bereich der Bundesrepublik Deutschland zurzeit nicht betrieben. Daher werden bis auf weiteres die betroffenen Frequenzen national auf Basis der gegenseitigen Koordinierung der Küstenfunkstellen als Duplexkanäle weiterbetrieben. Die entsprechenden Frequenzen werden erst dann freigeschaltet, wenn eine Frequenznutzung durch Datenübertragungssysteme eingeführt wird und die betroffenen Küstenfunkstellen neu koordiniert worden sind.

Nach Veröffentlichung der VO Funk Ausgabe 2016 (Radio Regulations Edition 2016) durch die Internationale Fernmeldeunion (ITU) stellten die Bundesnetzagentur und das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) fest, dass Unsicherheit darüber besteht, welche Frequenzen bzw. Kanäle im UKW-Bereich von Seefunkstellen genutzt werden dürfen. Die VO Funk richtet sich an die nationalen Telekommunikationsverwaltungen und nicht unmittelbar an die Nutzer der Frequenzen. Den Verwaltungen obliegt es, die VO Funk in nationale Regelungen umzusetzen.

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO arbeitet zurzeit daran, ein weltweit einheitliches Datum zur Implementierung der geänderten Frequenznutzungen und Kanalbezeichnungen des Anhangs 18 der VO Funk festzusetzen. Damit sollen Unsicherheiten bei Geräteherstellern und Nutzern vermieden werden. Zusätzlich erarbeitet das Electronic Communications Committee (ECC) der European Conference of Postal and Telecommunications Administrations (CEPT) eine ECC-Empfehlung beziehungsweise ECC-Entscheidung zur harmonisierten Nutzung dieser Frequenzen in Europa.

Für UKW-Sprechfunkgeräte des Seefunkdienstes gelten hinsichtlich schaltbarer Kanäle:

Alle „alten“ 2-stellig bezeichneten Kanäle müssen weiterhin schaltbar sein und für analoge Sprachaussendungen im Seefunkdienst zur Verfügung stehen. Sie werden auch weiterhin durch Küstenfunkstellen (Hafenfunkdienst und Schiffslenkungsfunkdienst, öffentlicher Nachrichtenaustausch) genutzt. Das gilt auch für solche Kanäle, die grundsätzlich für digitale Datenübertragung vorgesehen sind.

Können durch Splittung von Duplexkanälen „neue“ 4-stellig bezeichnete Simplexkanäle am Seefunkgerät geschaltet werden – dies gilt zum Beispiel für die Kanäle 18, 19, 78 und 79, muss sichergestellt werden, dass Seefunkstellen nicht auf den Kanälen der höheren Frequenzen senden können, also zum Beispiel den Kanälen 2018, 2019, 2078 und 2079.

Der Betreiber eines Funkgerätes muss sicherstellen, dass die jeweils geltenden nationalen Regelungen eingehalten werden. So ist zum Beispiel die Nutzung der Kanäle 1018, 1019, 1078 und 1079 nur dann zulässig, wenn die zuständige Telekommunikationsverwaltung dieses ausdrücklich vorsieht.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die zentrale maritime Behörde der Bundesrepublik Deutschland. Mit den Dienstsitzen in Hamburg und Rostock unterstützt die Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur als Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung die maritime Wirtschaft, fördert die Sicherheit auf dem Meer sowie die nachhaltige Meeresnutzung, informiert über den Zustand von Nord- und Ostsee und stärkt über Monitorings den Umweltschutz.

Für Rückfragen:
Susanne Kehrhahn-Eyrich
Pressesprecherin (BSH)
Telefon: 040/3190 – 1010
Mobil: 0151/11588574
Susanne.Kehrhahn-Eyrich@bsh.de

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 24.02.2017 13:56:02  
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