Marktüberwachung





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Marktüberwachung

   
 
 

Überprüfung von Schiffsausrüstung zur Erhöhung der Sicherheit auf See

Aktuelle Informationen

Einleitung

Das BSH nimmt in Umsetzung der Richtlinie 2014/90/EU des Rates vom 23. Juli 2014 (in Kraft getreten am 18. September 2016) über Schiffsausrüstung (Marine Equipment Directive - MED) auch die Aufgabe der Marktüberwachungsbehörde für Schiffsausrüstungsgegenstände nach Art. 25, 26 der Richtlinie wahr.

Die MED gilt prinzipiell für alle Handelsschiffe, die unter der Flagge eines europäischen Mitgliedstaates im internationalen Seeverkehr eingesetzt sind. Sie enthält eine Übersicht der zulassungspflichtigen Schiffsausrüstungsgegenstände sowie einheitliche Regeln zur Umsetzung der entsprechenden internationalen Normen. Diese Schiffsausrüstungsgegenstände müssen nach einem bestimmten Verfahren von einer bei der EU Kommission notifizierten Stelle zugelassen sein, bevor sie an Bord eines Schiffes verwandt werden dürfen (Konformitätsbewertungsverfahren).

Die Anwendung europaweit einheitlicher Regeln im Rahmen des Zulassungsverfahrens soll Unterschiede bei der Umsetzung der Normen verhindern und somit ein einheitliches Sicherheitsniveau innerhalb der Mitgliedstaaten gewährleisten. Darüber hinaus sollen die Betriebsbedingungen für die Hersteller sowie die Wettbewerbsposition der Schifffahrt verbessert und technische Handelshemmnisse beseitigt werden.

Es ist Aufgabe der Marktüberwachungsbehörde, durch stichprobenartige Überprüfungen sicherzustellen, dass die formalen und technischen Anforderungen der Richtlinie 2014/90/EU von den durch Notifizierte Stellen zertifizierten Schiffsausrüstungsgegenständen eingehalten werden. Erklärtes Ziel dieser Überwachungsmaßnahmen ist die Verbesserung der Sicherheit auf See und der Schutz vor Meeresverschmutzungen.

Das BSH ist außerdem gemäß § 3 der Schiffsausrüstungsverordnung vom 1. Oktober 2008 (BGBl. I S. 1913), zuletzt geändert durch Art. 5 der Fünfzehnten Schiffssicherheitsanpassungsverordnung vom 25. September 2015 (BGBl. I S. 1664) zuständige Behörde für die Anerkennung von juristischen Personen als Notifizierte Stellen. Die zugrunde liegenden Notifizierungsregeln können hier (PDF-Dokument, 114 kB) oder im Verkehrsblatt (Heft 13-2016 Nr. 106) eingesehen werden. Ein entsprechendes Antragsformular findet sich hier (Word-Dokument, 141 kB).

Aufgaben

  • Überprüfung der ordnungsgemäßen Zulassung von Schiffsausrüstung entsprechend den Anforderungen der Richtlinie 2014/90/EU (MED)
  • Information der Europäischen Kommission sowie der übrigen Mitgliedstaaten
  • Information der Anwender u. a. über nichtkonforme Produkte, Rückrufe und Rücknahmen
  • Schutz des Marktes vor nichtkonformen Produkten
  • Sicherstellung harmonisierter Wettbewerbsbedingungen
  • Nationale Umsetzung von Empfehlungen der Europäischen Kommission
  • Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Marktüberwachungsbehörden
  • Benennung und Notifizierung deutscher Konformitätsbewertungsstellen
  • Aufsicht über die deutschen Notifizierten Stellen

Ziel

Gewährleistung des vorgesehenen Sicherheitsniveaus für Schiffsausrüstung innerhalb der EU-Mitgliedstaaten und dadurch:

  • Vermeidung von Gefährdungen der Gesundheit und/oder Sicherheit der Besatzung, der Passagiere oder anderer Personen.
  • Schutz der Meeresumwelt vor Beeinträchtigungen.

Zuständigkeiten

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist zuständig für alle zulassungspflichtigen Ausrüstungsgegenstände nach Richtlinie 2014/90/EU (MED) in Verbindung mit der Durchführungsverordnung (EU) 2017/306 aus den Bereichen:

  • Rettungsmittel
  • Verhütung der Meeresverschmutzung
  • Brandschutzausrüstung
  • Navigationsausrüstung
  • Funkausrüstung
  • Ausrüstung nach COLREG 72
  • Sicherheitsausrüstung für Massengutschiffe
  • Ausrüstung nach SOLAS-Kapitel II-1

die auf dem deutschen Markt angeboten werden oder sich auf deutschen Seeschiffen befinden.

Konformitätserklärung
Im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahrens stellt der Hersteller der Schiffsausrüstung eine schriftliche Konformitätserklärung aus. Die Gruppe der benannten Stellen (MarED-Gruppe) stellt auf ihrer Internetseite (www.mared.org) das Muster einer Konformitätserklärung zur Verfügung. Dieses Muster befindet sich momentan in der Überarbeitung und ist bei Benutzung eigenständig an die aktuellen Anforderungen der Richtlinie 2014/90/EU anzupassen.

Muster einer Konformitätserklärung (PDF-Dokument, 7 kB)

Rechtliche Grundlagen

Gesetzestexte sind unter www.gesetze-im-internet.de einsehbar

Weitere Informationen
Ergänzende Informationen zur Marktüberwachung können Sie auch unserer Informationsbroschüre (PDF-Dokument, 494 kB) entnehmen.

Eine Übersicht aller europäischen Marktüberwahungsbehörden finden Sie auf dieser Internetseite der Europäische Kommission.

 

Aktuelle Informationen

11/2017: Sicherheitshinweis für Rettungswestenleuchten des Herstellers Alcares ApS
Die Maritime Behörde der Bahamas wurde über defekte Rettungswestenleuchten auf mehreren Schiffen informiert. In einigen Fällen waren die integrierten Batterien ausgelaufen und die Leuchten in der Folge unbenutzbar geworden. Details finden sich im Sicherheitshinweis (PDF-Dokument, 475 kB) . Die folgenden Modelle waren betroffen:

Jack A1-Alk

Jack ARH-Alk

Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH die Hinweise des Herstellers (Seite 3) zu beachten. Sollten Sie defekte Leuchten an Bord feststellen, informieren Sie bitte die Marktüberwachung im BSH (möglichst inklusive genauer Beschreibung und Foto der Leuchten).


03/2017: Sicherheitshinweis für McMurdo und Kannad Marine EPIRBs
Der Hersteller McMurdo hat einen Sicherheitshinweis (PDF-Dokument, 500 kB) zu möglicherweise auftretenden Rissen in der oberen Gehäuseschale bei mehreren EPIRB Modellen veröffentlicht. Es können die folgenden Modelle betroffen sein:

McMurdo SmartFind (alle Versionen)

Kannad Marine Sport

Kannad Marine Sport Pro

Kannad Marine Sport Pro +

Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH die Hinweise des Herstellers zu beachten.


03/2016: Produktrückruf für hydrostatische Auslösevorrichtungen (HRUs) des Typs "LR-1" und "EP-1" der Firma SAFETMADE Marine Product Co.
Der Hersteller SAFETMADE ruft ausnahmslos alle hydrostatische Auslösevorrichtungen der Typen "LR-1" und "EP-1" zurück, da möglicherweise die volle Funktionsweise durch starke Korrosionsanfälligkeit beeinträchtigt wird. In der Folge kann ein Sicherheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Die betroffenen HRUs werden auch unter folgenden Handelsnamen vertrieben:

HYGRAPHA LR-1

ASKOROS LR-1

YOULONG LR-1

Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich hydrostatischen Auslösevorrichtungen des "Typs LR-1"/"EP-1" an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall die Marktüberwachung im BSH.

Der Rückruf wird durch den Hersteller SAFETMADE direkt durchgeführt. Kontakt mit dem Hersteller können Sie über die Internetseite der Firma aufnehmen.


03/2016: Produktrückruf für „Fuoco A Mano“ Handfackeln der Firma Albatross S.R.L.
Der Hersteller Albatross S.R.L. ruft spezifische Lose der o.g. Handfackeln zurück, da möglicherweise die volle Funktion nicht in allen Fällen gewährleistet ist und damit ein Sicherheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Folgende Lose, die im Jahr 2013 produziert wurden, werden zurückgerufen:

von 9270/13

bis 11280/13

Ein Beispiel für die zurückgerufenen Handfackeln aus einem entsprechenden Produktionslos sehen Sie hier:

Nammo Handfackeln

Der Rückruf wird durch den Hersteller Albatross S.R.L. direkt durchgeführt. Den Rückruf in italienischer Sprache finden Sie hier. Kontakt mit dem Hersteller können Sie über die Internetseite der Firma aufnehmen. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich Handfackeln aus diesen Losen an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall die Marktüberwachung im BSH.


03/2016: Produktrückruf für „IKAROS“ Handfackeln der Firma Hansson Pyrotech (Nammo LIAB AB)
Der Hersteller Hansson-Pyrotech (Nammo LIAB AB) ruft spezifische Lose der o.g. Produkte zurück, da möglicherweise die volle Funktion nicht in allen Fällen gewährleistet ist und damit ein Sicherheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Ein Rückruf wurde durch den Hersteller in englischer Sprache veröffentlicht. Nachfolgend finden Sie eine sinngemäße Übersetzung:

Rückruf der Handfackeln (Rot) „IKAROS“, Art. 341500, Los 2113004, 2113005, 2113006 für den deutschen Markt

Zwischen August 2013 und Oktober 2013 wurden „IKAROS“ Handfackeln (rot) mit einer pyrotechnischen Mischung hergestellt, die die notwendigen Tests nicht erfolgreich bestand.  Unsere Empfehlung ist, dass Handfackeln mit den nachfolgend aufgeführten Losnummern, produziert von August 2013 bis Oktober 2013, für den deutschen Markt ersetzt werden.

Los Nummer

Typ

2113004

Red

2114005

Red

2214006

Red

Wir empfehlen, den Austausch bei passender Gelegenheit durchzuführen. Handfackeln im Lager sollten unter Quarantäne gestellt und in Übereinstimmung mit den nationalen Vorschriften zerstört werden; oder zurück gesandt an Nammo LIAB AB. Die Verwendung der Handfackeln dieser Losnummern ist nicht mit Gefahren für die Gesundheit oder das Eigentum verbunden.

Wir bedauern die Unannehmlichkeiten die Ihnen, Ihrem Unternehmen oder Ihren Kunden entstanden sind sehr. Unsere aufrichtige Entschuldigung.

Ein Beispiel für die zurückgerufenen Handfackeln aus einem entsprechenden Produktionslos sehen Sie hier:

Nammo Handfackeln

Der Rückruf wird durch den Hersteller Hansson Pyrotech (Nammo LIAB AB) direkt durchgeführt. Kontakt mit dem Hersteller können Sie über die Internetseite der Firma aufnehmen. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich Handfackeln aus diesen Losen an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall die Marktüberwachung im BSH.


03/2016: Produktrückruf für NINGBO ZHENHUA Handfackeln, Fallschirmraketen und Rauchsignale
Der Hersteller NINGBO ZHENHUA hat einen Rückruf für Handfackeln (Artikel-Nr. HGY60-15000) mit Los-Nr. 13-I-01-9, Fallschirmraketen (Artikel-Nr. HGS40-30000) mit Los-Nr. 13-I-02-9 und Rauchsignale (Artikel-Nr. CCY3-2) mit Los-Nr. 13-I-03-9 erklärt.

Der Rückruf wird durchgeführt von:

SeaCurity GmbH
Hr. Johannes Graf Strachwitz
Tel: +49 89 12711526
Fax: +49 89 12711528
Email:
info@seacurity.de

Nachfolgend finden Sie Abbildungen der betroffenen Pyrotechnikartikel:

Zhenhua Handfackeln

Zhenhua Fallschirmraketen

Zhenhua Rauchsignale

Sollten Sie betroffene Pyrotechnikartikel an Bord feststellen, so informieren Sie bitte die Marktüberwachung im BSH.


03/2016: Produktrückruf für PAINS WESSEX Handfackeln
Der Hersteller Drew Marine hat einen Produktrückruf für PAINS WESSEX Handfackeln rot (Artikel-Nr. 9529000) mit der Los-Nr. 450 veröffentlicht. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem verlinkten Dokument:

Produktrückruf Pains Wessex Handfackel (PDF Dokument, 318 kB)

Nachfolgend finden Sie eine Abbildung der betroffenen Pyrotechnikartikel:

Zhenhua Handfackeln

Sollten Sie betroffene Handfackeln an Bord feststellen, so informieren Sie bitte die Marktüberwachung im BSH.


03/2016: Produktrückrufe für COMET Handfackeln und COMET Rauchsignale
Der Hersteller Drew Marine hat Produktrückrufe für COMET Handfackeln rot (Artikel-Nr. 9162800) mit der Los-Nr. 810 und für COMET Rauchsignale (Artikel-Nr. 9192000) mit der Los-Nr. 001 veröffentlicht. Weitere Details entnehmen Sie bitte den verlinkten Dokumenten:

Produktrückruf Comet Handfackel (PDF Dokument, 316 kB)

Produktrückruf Comet Rauchsignal (PDF Dokument, 322 kB)

Nachfolgend finden Sie Abbildungen der betroffenen Pyrotechnikartikel:

Zhenhua Fallschirmraketen

Zhenhua Rauchsignale

Sollten Sie betroffene Pyrotechnikartikel an Bord feststellen, so informieren Sie bitte die Marktüberwachung im BSH.


01/2016: Produktrückruf für Kannad Marine EPIRBs
Der Hersteller Kannad Marine hat einen Produktrückruf (PDF Dokument, 263 kB) für die EPIRB Modelle SAFELINK Manual+ GPS (K12002311) und SAFELINK Auto GPS (K12002367) veröffentlicht. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH die darin beschriebenen Hinweise zu beachten.

Sollten Sie defekte EPIRBs an Bord feststellen, so informieren Sie bitte die Marktüberwachung im BSH.


03/2015: Ausschreibung der EU-Kommission bezüglich einer Studie zur elektronischen Kennzeichnung von Schiffsausrüstungsprodukten
Die EU-Kommission hat die Erstellung eine Studie zur elektronischen Kennzeichnung von Schiffsausrüstungsprodukten öffentlich ausgeschrieben („Call for tenders no. MOVE/D2/2015-372 V1.0“).
Das BSH erklärt mit Schreiben an die Kommission vom 26.03.2015 seine Bereitschaft, bei der Erstellung der Studie mitzuwirken.


09/2014: Sicherheitshinweis zum Kompass für Rettungs- und Bereitschaftsboote vom Typ „OFFSHORE 105“ des Herstellers SAS Plastimo
Der Rettungsbootkompass „OFFSHORE 105“ des mittlerweile zwangsaufgelösten Herstellers SAS PLASTIMO wurde zwischen Mai 2009 und Dezember 2011 als zugelassener Kompass nach MED (Item A.1/4.23 - Kompass für Rettungsboote und Bereitschaftsboote) vertrieben, obwohl die Konformität mit der MED nicht gegeben war. Die Zulassung durch Bureau Veritas erfolgte nach den veralteten Prüfnormen ISO 613 und ISO 10316 und nicht nach der gültigen Prüfnorm ISO 25862 (anzuwenden seit 15.05.2009). Die Verwendung des Kompasses „OFFSHORE 105“ auf Rettungs- und Bereitschaftsbooten ist somit seit diesem Datum nicht zulässig.
Zusätzlich liegen dem BSH Hinweise auf technische Abweichungen des Kompasses vor, welche bislang nicht ausgeräumt werden konnten.

Betroffen sind Kompasse vom Typ „OFFSHORE 105“ mit der Steuerradmarkierung und der Kennnummer 0062 (Bureau Veritas), welche zwischen dem 15.05.2009 und Dezember 2011 an Bord installiert wurden. Nach Dezember 2011 wurden diese Kompasse nicht mehr mit Steuerradkennzeichnung in den Handel gebracht.

Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher zu kontrollieren, ob sich diese Rettungsbootkompasse an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.


07/2014: Produktrückruf für GME EPIRBS MT400/MT401/MT403
Der Hersteller GME hat einen Produktrückruf für die EPIRB Modelle MT400, MT401 und MT403 veröffentlicht. Details zu den betroffenen Geräten entnehmen Sie bitte dem Rückruf.

Sollten Sie defekte EPIRBS an Bord feststellen, so informieren Sie bitte das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.


07/2014: Sicherheitshinweis zu Kompassen für Rettungs- und Bereitschaftsboote vom Typ „IRIS 50“ der Firma SAS Plastimo, 15 rue Ingènieur Verrière, 56325 Lorient Cèdex
Nach BSH Informationen wurde der als Handpeilkompass beworbene Kompass „IRIS 50“ nach den Normen ISO 613 und ISO 10316 geprüft und von der benannten Stelle Bureau Veritas nach der MED für das Item A.1/4.23 – Kompass für Rettungsboote und Bereitschaftsboote - zugelassen. Ab dem 15.05.2009 löste der neue ISO Standard 25862:2009 diese alten Normen ab. Der neue Standard ist nicht für Peilkompasse anzuwenden. Daher ist seit diesem Zeitpunkt der Kompass „IRIS 50“ nicht mehr mit der MED konform. Die mit dem Steuerrad markierten Kompasse sind jedoch bis Dezember 2011 von der mittlerweile zwangsaufgelösten Fa. SAS Plastimo auf den Markt gebracht worden. Die Verwendung des Handpeilkompasses „IRIS 50“ auf Rettungsbooten und Bereitschaftsbooten ist somit nicht zulässig und stellt eine potentielle Gefährdung dar.

IRIS 50 Kompass

Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher zu kontrollieren, ob sich diese Handpeilkompasse an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.

11/2013: Sicherheitshinweis zu JOTRON GMDSS Geräten
Durch die Fa. JOTRON AS wurde eine Sicherheitswarnung zu gefälschten Batterien für die JOTRON Produkte Tron 40S, Tron SART, Tron SART 20 und Tron TR-20 GMDSS veröffentlicht. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH die darin beschriebenen Hinweise zu beachten. Sollten Sie gefälschte Batterien an Bord feststellen, so informieren Sie bitte das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.


09/2013: BSH – Information zum Rückruf von Rauchsignalen „Comet smoke signal, 9162000“ des Herstellers Drew Marine Signal & Safety UK Ltd.
Nach BSH Informationen ruft der Hersteller ein Los der o.g. Produkte zurück, da möglicherweise die volle Funktion nicht in allen Fällen gewährleistet ist und damit ein Sicherheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Folgendes Produktionslos wird zurück gerufen:

270.03 Fertigungslos 03

Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich Seenotsignale aus diesem Los an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.
Der Rückruf wird durch den Hersteller Drew Marine Signal & Safety UK Ltd. direkt und dessen Vertragshändler durchgeführt. Nähere Informationen zur Durchführung des Rückrufes sind auf der Internetseite der Firma veröffentlicht.


07/2013: BSH – Information zum Rückruf von Fallschirmleuchtraketen „IKAROS Hand-held rocket parachute flare“ der Firma Nammo LIAB AB, Handelsname „Hansson Pyrotech“
Nach BSH Informationen ruft der Hersteller spezifische Lose der o.g. Produkte zurück, da möglicherweise die volle Funktion nicht in allen Fällen gewährleistet ist und damit ein Sicherheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Folgende Lose, die zwischen November 2011 und Februar 2012 ausgeliefert wurden, werden zurück gerufen:

1111011, 1111012, 1111013, 1111014, 1112001, 1112002

Ein Beispiel für die zurückgerufenen Produkte aus einem entsprechenden Produktionslos sehen Sie hier:

Foto Pyrotech

Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich Seenotsignale aus diesen Losen an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.
Der Rückruf wird durch den Hersteller Nammo LIAB AB direkt und dessen Vertragshändler  durchgeführt. Nähere Informationen zur Durchführung des Rückrufes sind auf der Homepage der Firma veröffentlicht:


07/2013: BSH – Information zum Rückruf von hydrostatischen Druckauslösevorrichtungen „SANHO HRU“ des türkischen Herstellers FENERCI Denizcilik Egitim Dis. Tic. Ltd. Sti
Nach BSH Informationen ruft der Hersteller spezifische Lose der o.g. Produkte zurück, da möglicherweise eine Auslösung in der vorgeschriebenen Wassertiefe nicht in allen Fällen gewährleistet ist und damit ein Sicherheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Die Geräte mit folgenden Seriennummern, die im Jahr 2012 ausgeliefert wurden, werden zurück gerufen: C001 bis C400
Ein Beispiel für die zurückgerufenen Produkte sehen Sie hier.

 

Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich hydrostatische Druckauslösevorrichtungen „SANHO HRU“ mit den Seriennummer C001 bis C400 an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.


07/2013: BSH – Information zum Rückruf von Fallschirmleuchtraketen („HGS40-30000“), Handfackeln („HGY60-15000“) und schwimmfähigen Rauchsignalen („CCY3-2“) der Firma Ningbo Zhenhua Life-saving Equipment Co. Ltd.
Nach BSH Informationen ruft der Hersteller spezifische Lose der o.g. Produkte zurück, da möglichweise die volle Funktion nicht in allen Fällen gewährleistet ist und damit ein Sicherheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Folgende Lose werden zurück gerufen.
Weitere Informationen (PDF-Dokument)


06/2013: BSH - Information bezüglich des LED Navigationslichtes „SCP #03201“ der Firma SEACHOICE Products
Nach BSH – Informationen handelt es sich bei den LED Navigationslichtern um Produkte der Firma SEACHOICE Products, die nicht für den Gebrauch an Bord von Schiffen geeignet sind. Die Navigationslichter sind nicht nach der Richtlinie 96/98/EG (MED) zertifiziert. Produktdetails sind dem safety alert 04-13 der U.S. Coast Guard (PDF-Dokument, 224 kB) zu entnehmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die LED Navigationslichter „SCP #03201“ auf den deutschen Markt oder an Bord von Schiffen unter deutscher Flagge gelangt sein könnten. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich LED Navigationslichter „SCP #03201“ an Bord befinden. Bitte informieren Sie in diesem Fall das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.


04/2013: Produktfälschungen von tragbaren Feuerlöschern der Hersteller Amerex Corporation und Buckeye Fire Equipment
Nach BSH-Informationen handelt es sich bei den Fälschungen von tragbaren Feuerlöschern um Produkte der Firmen Amerex Corporation und Buckeye Fire Equipment. Die Identifizierung der Produktfälschungen ist dem Safety Alert 01-1 (PDF-Dokument, 99 kB) der U.S. Coast Guard zu entnehmen. Einige Feuerlöscher aus der Produktpalette der Fa. Amerex Corporation haben eine Zulassung nach der Schiffsausrüstungsrichtlinie 96/98/EG (MED).

Es ist nicht auszuschließen, dass Fälschungen dieser tragbaren Feuerlöscher auf den deutschen Markt oder an Bord von Schiffen unter deutscher Flagge gelangt sein könnten. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich Fälschungen der tragbaren Feuerlöscher an Bord befinden. Bitte informieren Sie in diesem Fall das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.


10/2012: Information zur missbräuchlichen Steuerrad-Markierung der Feuerlöschschläuche "special fire hose" der Firma Taizhou Sanjiang Fire Control Equipment Co., LTD.
Nach BSH – Informationen handelt es sich bei der Kennzeichnung der Feuerlöschschläuche "special fire hose" der chinesischen Firma Taizhou Sanjiang Fire Control Equipment Co., LTD um eine missbräuchliche Nutzung der Steuerrad-Markierung. Das Produkt hat keine Zulassung nach der Richtlinie 96/98/EG über Schiffsausrüstung (MED) und verfügt nicht über eine Modul B – Urkunde sowie ein Qualitätssicherungsmodul D, E oder F.

Feuerwehrschlauch mit Steuerradmarkierung

Nach neuesten Erkenntnissen bewirbt die Firma Taizhou Sanjiang Fire Control Equipment Co., LTD. die Feuerlöschschläuche nicht mehr mit dem Steuerrad, es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass diese Feuerlöschschläuche mit der Steuerradmarkierung an Bord gelangt sind. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich diese Feuerlöschschläuche an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.


09/2012: Information über die Mitteilung der Europäischen Kommission vom 30. Juli 2012 zur Anwendbarkeit der Prüfnormen für Radarreflektoren für Rettungs- und Bereitschaftsboote
Da derzeit auf dem europäischen Markt keine Radarreflektoren für Rettungs- und Bereitschaftsboote angeboten werden, die die aktuellen Anforderungen der Richtlinie 96/98/EG (MED) erfüllen, hat die EU Kommission folgende Entscheidung getroffen:

„Das Thema wurde während der Sitzung des Ausschusses für die Sicherheit im Seeverkehr und die Vermeidung von Umweltverschmutzungen durch Schiffe (COSS) am 23 April 2012 in Brüssel besprochen. Es wurde in dieser Sitzung beschlossen es zu ermöglichen, die Radarreflektoren nach der neuen ISO Norm 8729-1(2010) oder nach der alten Norm EN ISO 8729(1998) prüfen zu können. Die unterschiedlichen Möglichkeiten bezüglich der Radarreflektoren für Rettungsboote und Bereitschaftsboote (Item A.1/1.33 im Anhang A1 der Richtlinie 96/98/EG) sowie die jetzt aufgenommene achte Änderung der genannten Richtlinie sind im Folgenden aufgelistet:

  • EN ISO 8729(1998)
  • EN 60945 (2002) einschließlich IEC 60945 Berichtigung 1 (2008)
  • oder

  • EN ISO 8729(1998)
  • IEC 60945 (2002) einschließlich IEC 60945 Berichtigung 1 (2008)
  • oder

  • EN ISO 8729-1(2010)
  • EN 60945 (2002) einschließlich IEC 60945 Berichtigung 1 (2008)
  • oder

  • EN ISO 8729-1(2010)
  • IEC 60945 (2002) einschließlich IEC 60945 Berichtigung 1 (2008)

Dies bedeutet, dass mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres, Radarreflektoren zugelassen, mit dem Steuerrad gekennzeichnet und in Verkehr gebracht werden dürfen, die entweder den alten Prüfstandard (EN ISO 8729) oder den neuen Prüfstandard (EN ISO 8729-1) erfüllen.


09/2012: Informationen über die Ausrüstungspflicht mit Leinenwurfgeräten (MED A.1/1.11) an Bord von Schiffen
Aus aktuellem Anlass weist das BSH auf folgende Besonderheit bei der Ausrüstungspflicht mit Leinenwurfgeräten hin:

  • Ein Leinenwurfgerät muss zur Erfüllung der Ausrüstungspflicht nach SOLAS zwingend 4 Leinen und 4 Projektile beinhalten („altes Modell"; alle Komponenten in einem Transportkoffer).
     
  • Befinden sich alternativ Einzelschussgeräte an Bord (gekapselte Geräte zur einmaligen Verwendung), so müssen insgesamt 4 Stück vorhanden sein, um die Ausrüstungspflicht zu erfüllen.

Bitte überprüfen Sie im Interesse Ihrer Sicherheit, ob sich Leinenwurfgeräte in ausreichender Zahl an Bord befinden.


03/2012: Rückruf von tragbaren Feuerlöschern des chinesischen Herstellers Dongtai City Xinghai Marine Equipment
Nach einer Information der französischen Schifffahrtsverwaltung wurden an tragbaren Feuerlöschern des chinesischen Herstellers Dongtai City Xinghai Marine Equipment Mängel festgestellt. Aufgrund eines Defektes aktiviert der Schlagbolzen nicht die CO2 Flasche.

Von dem Mangel betroffen sind Feuerlöscher mit den Produktnamen MFZ/ABC6 und MPZ9L, gekennzeichnet mit dem Steuerrad und der Aufschrift 2198/10 bzw. 2198/11.

Bitte überprüfen Sie im Interesse Ihrer Sicherheit so schnell wie möglich, ob sich die genannten Feuerlöscher an Bord befinden und tauschen Sie diese ggfs. aus. Bitte informieren Sie das BSH umgehend, sofern sich die Feuerlöscher an Bord befinden.


10/2011: Information über eine Produktwarnung für Positionsleuchten für Rettungsinseln/-flöße, Typ Daniamant RESCUE-DAN R.INT1
Der dänische Hersteller Daniamant hat eine Produktwarnung über mögliche Defizite von Positionsleuchten für Rettungsinseln/-flöße des Typs Daniamant RESCUE-DAN R.INT1 Internal liferaft light, hergestellt vom 01.01.2007 bis 31.12.2007, veröffentlicht.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Internetseite von Daniamant.

Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH, zu kontrollieren, ob sich diese Leuchten an Bord befinden und nach den Anweisungen des Herstellers weiter zu verfahren.


10/2011: Informationen bezüglich des Rückrufs für 2 kg und 5 kg Kohlendioxid-Feuerlöscher mit Aluminium-Behälter der Firma FLN Feuerlöschgeräte Neuruppin Vertriebs-GmbH
Nach BSH Informationen hat die Firma FLN Feuerlöschgeräte Neuruppin Vertriebs-GmbH, Martin – Ebell – Str. 4, 16816 Neuruppin einen Rückruf ihrer 2 kg und 5 kg Kohlendioxid-Feuerlöscher mit Aluminium-Behälter mit MED – Zulassung, produziert zwischen 2006 und April 2011, eingeleitet.

Bei den Löschern kann durch Druck erzeugte Spannungsrisskorrosion auftreten und daraufhin scheinbar das Ventil brechen. Dies kann dazu führen, dass sich der Ventilkopf durch den Druck unerwartet vom Behälter löst. Der Hersteller empfiehlt, die betroffenen Feuerlöscher nicht zu nutzen, nicht warten zu lassen und/oder die Geräte keinesfalls zu bewegen. Bitte begeben Sie sich nicht direkt über das Feuerlöscher-Oberteil.

Folgende Marken sind u.a. von dem Rückruf betroffen:

  • TOTAL, Classic K2A, Classic K5
  • COSMOS – COSMOS K5
  • Hansa
  • Hoenig
  • IBS
  • Neuruppin
  • Optimal
  • NWF
  • Stoll-Luxemburg
  • Waßmann.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt (PDF-Dokument, 436 kB) des Herstellers, das auch unter www.fln-neuruppin.de veröffentlicht wurde. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH ausdrücklich, zu kontrollieren, ob sich diese Feuerlöscher an Bord befinden und diese nach den Anweisungen des Herstellers auszutauschen.


07/2011: Informationen zu einer gefälschten Baumusterprüfbescheinigung (Pressluftatmer)
Nach BSH-Informationen handelt es sich bei der EG-Baumusterprüfbescheinigung des GL-Luxembourg, Az.: 54 580 - 07 Lux, ausgestellt für den Presluftatmer "SDP 1100" um eine Fälschung. Die Fälschung unterscheidet sich vom Original in der verwendeten Schriftart und ist auf die Fa. Shanghai Weien Sequrity Equipment Co. Ltd. (China) für das Produkt "SDP 1100" verfasst worden. Dieses Produkt hat keine MED-Zulassung.

Das Modul-B Zertifikat wurde im Original vom GL-Luxembourg für die Produkte "RHZK 5/30" und "RHZK 6/30" der Firma Dingtai City Jianghai Lifesaving & Fire-Fighting Equipment Co. Ltd. ausgestellt. Auf Grund verschiedener Informationen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Pressluftatmer der Fa. Shanghai Weien Sequrity Equipment Co. Ltd. an Bord gelangt sind. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, zu kontrollieren, ob sich Geräte des Typs "SDP 1100" an Bord befinden und diese ggfs. auszutauschen. Bitte informieren Sie in diesem Fall das BSH, Sachgebiet Marktüberwachung.

Eine Kopie der gefälschten Urkunde findet sich hier: Gefälschte Urkunde (PDF-Dokument, 54 kB)


04/2011: Sicherheitshinweise zu Rettungswestenleuchten
Der dänische Hersteller Daniamant ruft zwei Lose der Rettungswestenleuchte "Rescue DAN M1" zurück.
Einzelheiten finden Sie auf der Internetseite des Herstellers: Rescue DAN M1


06/2010: Sicherheitshinweise zu hydrostatischen Auslösevorrichtungen
Nach Information der Swedish Transport Agency sind an den nach der Schiffsausrüstungsrichtlinie (MED) zugelassenen hydrostatischen Auslösevorrichtungen "Fenner Hydrostatic Release Unit (HRU)" des türkischen Herstellers Fenerci Denizcilik Egetim Dis Ticaret Ltd Sti, Mängel aufgetreten, die ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Bitte überprüfen Sie so schnell wie möglich, ob sich die genannten hydrostatischen Auslösevorrichtungen an Bord befinden und tauschen Sie diese gegen ein zugelassenes Modell eines anderen Herstellers aus.

Bitte informieren Sie das BSH umgehend, sofern sich hydrostatische Auslösevorrichtungen des Typs "Fenner HRU“ an Bord befinden.


05/2010: Sicherheitshinweise zu Rettungsringen
Das BSH wiederholt hiermit seinen bereits im Dezember 2009 veröffentlichten allgemeinen Sicherheitshinweis zu Rettungsringen, da zwischenzeitlich während einer stichprobenartigen Überprüfung an Bord eines deutschen Schiffes ein Rettungsring vorgefunden wurde, dessen Kunststoffhülle nur zu etwas mehr als der Hälfte mit Schaum gefüllt war.
Bei dem kontrollierten Rettungsring fielen beim An-/Hochheben deutlich wahrnehmbare Geräusche („klappern, rasseln“) auf; die auf lose Bestandteile hinwiesen. Das Einfüll-Loch war mit einem Reflexstreifen verschlossen; das Eindringen von Flüssigkeit wurde nicht festgestellt.

Da in diesem Fall ein Eindringen von Flüssigkeit und damit eine Beeinträchtigung der Funktionalität nicht auszuschließen ist, bittet das BSH im Interesse der Sicherheit der an Bord befindlichen Menschen, die vorhandenen Rettungsringe in der oben beschriebenen Art zu kontrollieren. Bitte führen Sie auch eine Sichtprüfung auf Beschädigungen und das mögliche Eindringen von Flüssigkeit durch.

Bitte informieren Sie bei Auffälligkeiten so bald wie möglich die Marktüberwachung beim BSH.


12/2009: Sicherheitshinweise zu Rettungsringen
Nach Information durch die Swedish Transport Agency sind an den nach der Schiffsausrüstungsrichtlinie (MED) zugelassenen Rettungsringen, Typ „Altura > 2,5 Kg“ des italienischen Herstellers Veleria San Giorgio, produziert im Januar 2004, Mängel (Eindringen von Wasser aufgrund äußerer Beschädigung) aufgetreten, die ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Bitte überprüfen Sie so schnell wie möglich, ob sich die genannten Rettungsringe an Bord befinden und führen Sie die vom Hersteller empfohlenen Testverfahren durch.

Veleria Information vom 12.11.2009 (PDF-Dokument, 93 KB)

Rettungsring mit Loch unter beschädigtem Reflektionsband

Da nach Hinweisen der EU Kommission ähnliche Probleme bei anderen Modellen von unterschiedlichen Herstellern aufgetreten sein sollen, empfiehlt das BSH allgemein, die Rettungsringe an Bord auf Anzeichen von Beschädigungen und ggf. das Eindringen von Flüssigkeit zu prüfen.

Bitte informieren Sie das BSH so schnell wie möglich, sofern

  • sich Rettungsringe des Typs „Altura > 2,5 Kg“ an Bord befinden oder
  • ähnliche Probleme mit anderen Modellen aufgetreten sind.

Besuchen Sie bitte die Internetseiten Ihres Rettungsringherstellers um mögliche Informationen zu Ihrem Rettungsringmodell zu erhalten.


10/2009: Hochgeschwindigkeits-Überdruck-/Sicherheitsventile mit Flammschutz (Modell HPV) der Firma Se-won Ind. Co. (Republik Korea)
Die EU Kommission hat am 19.08.2009 (Amtsblatt der Europäischen Union 2009/C 213/01) im Anschluss an ihre Stellungnahme vom 07.01.2008 (PDF-Datei, 105 KB) (Amtsblatt der Europäischen Union 2008/C 3/01), mit der sie Sicherheitsbedenken im Hinblick auf Hochgeschwindigkeits-Überdruck-/Sicherheitsventile mit Flammschutz (Modell HPV) der Firma Se-won Ind. Co. (Republik Korea) geäußert und Maßnahmen empfohlen hat, eine weitere Stellungnahme (PDF-Datei, 700 KB) zu den Folgemaßnahmen veröffentlicht.
Danach hat der Hersteller Se-won Ind. Co. belegt, dass ein vollständiges erneutes Zertifizierungsverfahren für die Produkte HPV 65A, HPV-3, HPV-4, HPV-5, HPV-6, HPV-8 und HPV-10 durchgeführt wurde.
Die Kommission stellt daher im Ergebnis fest, dass der Hersteller geeignete Folgemaßnahmen zu der am 7. Januar 2008 von der Kommission abgegebenen Stellungnahme sowie geeignete Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit getroffen hat. Somit erfüllen die ab dem 14.05.2008 produzierten o.g. Hochgeschwindigkeits-Überdruck-/Sicherheitsventile mit Flammschutz die Anforderungen der RL 96/98/EG (MED) und können ab diesem Zeitpunkt in Verkehr bzw. an Bord gebracht werden.


01/2009: Fälschungen von „hydrostatic release units“, Typ Hammar H20, der Firma Hammar
Nach Informationen der schwedischen Schifffahrtsbehörde (Swedish Transport Agency) wurden gefälschte hydrostatic release units der Firma C.M. Hammar, Typ Hammar H20, an Bord gefunden. Die Fälschungen sind wie das Originalprodukt mit dem Logo und der Adresse von Hammar gelabelt und äußerlich nahezu identisch.
Prüfungen haben ergeben, dass die gefälschten Produkte nicht den SOLAS-Anforderungen genügen und nicht funktionsfähig sind.
Weitere Informationen, insbesondere zur Unterscheidung von Original und Fälschung, finden Sie hier:

Pressemitteilung (PDF-Datei, 612 KB) der Firma Hammar

Information des Swedish Maritime Safety Inspectorate (PDF-Datei, 94 KB)
Original oder Fälschung (PDF-Datei, 77 KB)
Homepage des Herstellers

Bitte überprüfen Sie in diesem Sinne die an Bord befindlichen hydrostatic release units vom Typ Hammar H20 und tauschen diese gegebenenfalls aus.
Bitte informieren Sie auch so bald wie möglich den Aufbaustab Marktüberwachung beim BSH über gefundene Fälschungen.


06/2008: Rückrufaktion von SeaGo Rettungswesten
Aufgrund eines möglichen Fehlers in der Produktion hat der englische Hersteller SeaGo Yachting eine Rückrufaktion für die auch auf dem deutschen Markt erhältlichen Rettungswesten, Typ 150 N und 175 N (einschließlich Kinderwesten) gestartet.
Die Rettungswesten sind nicht nach der RL 96/98/EG über Schiffsausrüstung (MED) zugelassen, d.h. sie sind nicht mit dem "Steuerrad" (wheelmark) gekennzeichnet.Betroffen sind Rettungswesten mit folgenden Herstellungsdaten:
IV/05, I/06, II/06, III/06, IV/06 und I/07.

Sollten Sie eine dieser Westen erworben haben, verwenden Sie diese bitte nicht mehr.
Setzen Sie sich bitte mit dem jeweiligen Händler oder direkt mit dem Hersteller in Verbindung.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auch auf der Homepage von SeaGo Yachting (http://seagoyachting.co.uk/).


01/2008: Stellungnahme der Kommission vom 7. Januar 2008
zu einstweiligen Maßnahmen der Regierung Dänemarks in Bezug auf Hochgeschwindigkeits-Überdruck-/Sicherheitsventile
mit Flammschutz (Modell HPV) der Firma Sewon Ind Co. (Republic Korea).
Stellungnahme (PDF-Datei, 105 KB)


11/2007: BSH-Information zu Chemikalienschutzanzügen im Sinne des Anhangs 1 der MED
Seit der letzten Änderung der Richlinie 96/98/EG über Schiffsausrüstung (MED) müssen die in Anhang A 1/3.50 genannten Chemikalienschutzanzüge
an Bord ausrüstungspflichtiger Schiffe zugelassen sein.
Aufgrund verschiedener Informationen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Chemikalienschutzanzüge, die nichtMED) -zugelassen oder nicht korrekt gekennzeichnet sind an Bord gelangt sind. Im Interesse Ihrer Sicherheit empfiehlt das BSH daher, die an Bord befindlichen Chemikalienschutzanzüge auf ihreMED) -Zulassung (Steuerrad-Kennzeichnung) hin zu überprüfen.
Bitte vergleichen Sie insbesondere die Angaben der Konformitätserklärung mit den Daten des Typenschildes und der Klassifizierung gegen die unterschiedlichen Chemikalien in der Gebrauchsanweisung.
Sollten Sie Zweifel an einer ordnungsgemäßen Zulassung haben, wenden Sie sich bitte an den Aufbaustab Marktüberwachung beimBSH.


07/2007: Stellungnahme der Kommission vom 20. Juni 2007
zu den Hochgeschwindigkeits- Sicherheits/Überdruckventilen der Modelle NEW-ISO-HV und U-ISO der Fa. TANKTECH Co. der Republik Korea.
Stellungnahme (PDF-Datei, 82 KB)

 
 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 14.11.2017 12:15:32  
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