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Warum bekannte Wracke kontrollieren?

Die weit verbreitete Ansicht, das sich ein Wrack allein durch sein Gewicht langsam in den Grund eingräbt, ist für Gezeitengewässer wie z.B. die Nordsee, nicht aufrecht zu erhalten. Durch den Wechsel der Gezeiten und der dadurch entstehenden Ströme, besonders des Ebbstromes, werden Wracke unterspült und es entstehen sogenannte Kolke, das sind Ausspülungen des Untergrundes.

Kolkentstehung durch Strömung |  Kolke im Echolotschrieb

Deshalb sind die Tiefen über dem Wrack, die für die Schifffahrt von größter Wichtigkeit sind, ständigen Änderungen unterworfen. In vielen Fällen kann man schon auf einem Echogramm erkennen und unterscheiden, das der Ebbkolk tiefer ist als der Flutkolk. Derartige Kolke, deren Tiefe und Größe von der Stärke des Stromes und der Beschaffenheit des Untergrundes abhängen, können die Lage der Wracke allmählich verändern.

 

Ein Wrack kann in einen Kolk rutschen, wobei Bug oder Heck angehoben werden.

Kolk am Bug oder Heck

In einzelnen Fällen kann ein in der Mitte unterspültes Wrack durchbrechen und so in den Kolk gleiten, das Bug und Heck angehoben werden,

Kolk in Schiffsmitte

oder das Wrack wird so unterspült, das Bug und Heck in den Kolk einbrechen.

Kolk an Bug und Heck

Ein auf der Seite liegendes Wrack kann sich durch Unterspülung aufrichten, so dass nun die Aufbauten angehoben und zu einem gefährlichen Hindernis für die Schifffahrt werden können.

Aufrichten durch Kolk

Ein Wrack kann durch Korrosion auseinanderbrechen, einzelne Teile können sich daraus lösen. Eisgang oder Eispressung können Form und Lage des Wracks verändern. Es sind viele Ereignisse, die eine Veränderung des Wracks und somit auch der geringsten Tiefe über dem Wrack hervorrufen. Durch die vorgenannten Umstände ist es unbedingt erforderlich, das Wracke, die in viel befahrenden Gebieten liegen, ständig überwacht und untersucht werden. Im Folgenden sind einige Beispiele für die Veränderungen an Unterwasserhindernissen aufgeführt.

 
 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 11.01.2006 10:23:18  
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