Kara-See





Logo des Bundesamtes fuer Seeschifffahrt und Hydrographie
   
 

Kara-See

   
 
 

Transport und Ausbreitung von Radioaktivität im Arktischen Ozean (1995 - 1998)


Das Kara See Projekt war ein Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Meereskunde der Universität Hamburg (IfM) und des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) finanziert.

Die Forschungen im Rahmen dieses Projektes sollten Klarheit darüber bringen, ob die radioaktiven Abfälle, die von der früheren UdSSR in der Karasee versenkt wurden, eine Gefährdung für die Barentssee, den Nordatlantik oder sogar für die Nordsee darstellen können. mögliche Ausbreitung von künstlicher Radioaktivität aus der Karasee Zu diesem Zweck wurden am BSH sowie am IfM Computermodelle entwickelt, die eine Ausbreitung von radioaktiven Substanzen aus der Karasee heraus im Falle einer Freisetzung simulieren.

Weiterhin wurden Sediment- und Wasserproben aus den genannten Seegebieten und auch aus der direkten Umgebung der Versenkungsgebiete entnommen, auf ihre Radioaktivität hin untersucht und auf ihre möglichen Quellen aufgeschlüsselt. Die Analysenergebnisse lieferten zunächst Eingangsdaten für die Modelle. Nachfolgende Messungen dienten dazu, die Modellergebnisse zu verifiziern und zu bewerten.

Parallel zu diesem Projekt befaßte sich eine Arbeitsgruppe am GEOMAR in Kiel mit dem Transport von belasteten Sedimenten durch treibendes Meereis.

Die Ergebnisse dieses Projektes sind in "Transportmechanismen radioaktiver Substanzen im Arktischen Ozean", Berichte des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie, Nr. 21, 1999, zusammengefaßt (Kurzfassung). Den vollständigen Bericht finden Sie hier zum Download (Achtung: 5,2 MB).

Ergebnisse der Modellrechnungen (Animierte Grafiken):

Simulation der Freisetzung von Radionukliden aus dem Versenkungsgebiet vor Novaya Semlja 185 KB.

Einfluß der Einleitungen aus der Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield auf das Nordmeer  449 KB.


Weitere Literatur:

I.H. Harms: Modelling the dispersion of 137Cs and 239Pu released from dumped waste in the Kara Sea. J. Mar. Systems, Vol. 13, 1-19 (1997).

I.H. Harms, M.J. Karcher: Strahlende Stömung. GEO Heft 10, Okt. 1997.

H. Nies, C. Bahe, D. Dethleff, I.H. Harms, M.J. Karcher, E. Kleine: Transport and Dispersion of Artificial Radioactivity in the Arctic Ocean, Radioprotection - Colloques, Vol. 32, C2, 407-416 (1997).

H. Nies, I.H. Harms, M.J. Karcher, D. Dethleff, C. Bahe et al: Anthropogenic Radioactivity in the Nordic Seas, Dt. hydrogr. Z., Vol. 50, 4, 313-343 (1998).

I. Harms, P.P. Povinec: The outflow of radionuclides from Novaja Zemlya bays, The Science of the Total Environment, 237/238, 193-201 (1999).

J. Herrmann, H. Nies, I. Goroncy: Plutonium in the Deep Layers of the Norwegian and Greenland Seas, Radiation Protection Dosimetry, Vol. 75 (1-4), pp. 237-245 (1998).

H. Nies, I.H. Harms, M.J. Karcher, D. Dethleff, C. Bahe: Anthropogenic radioactivity in the Arctic Ocean, The Science of the Total Environment, Vol. 237/238, 181-191 (1999).

 
 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 15.09.2015 14:39:59  
 Druckversion

Home • English Version • Kontakt • Hilfe •  Informationsfreiheitsgesetz • Bundesgremienbesetzungsgesetz • Impressum