Schiffsdatenschreiber-VDR





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Schiffsdatenschreiber-VDR

   
 
 


Bergungsfähige Datenschreiber waren bislang nur aus der Luftfahrt bekannt. Seit neuestem - genauer seit Juli 2002 – müssen auch Schiffe mit einer solchen Technik ausgerüstet sein und zwar zunächst alle Fähren, neue Fahrgastschiffe und alle neuen Schiffe über einer Bruttoraumzahl von 3000. Als weltweit anerkanntes Prüflabor testet das BSH Prototypen dieser auch als „maritime Black Box“ bezeichneten Schiffsdatenschreiber (Voyage Data Recorder, VDR) auf Serienreife.

Technisch sind diese Schiffsdatenschreiber den Flugdatenschreibern weit überlegen, da sie eine deutlich größere Datenvielfalt speichern. Neben der üblichen Sprachaufzeichnung werden beim VDR auch alle wichtigen Navigations- und Maschinendaten sowie die Darstellung des Radarbildes, das viermal pro Minute aufgezeichnet wird, verlustfrei gespeichert. Eine gesonderte Datenschutzkapsel sorgt dafür, dass die aufgezeichneten Daten der jeweils letzten zwölf Stunden kontinuierlich mit den neuesten Daten überschrieben werden. Selbst schwere Kollisionen, Brände oder Druckverhältnisse in mehreren tausend Meter Tiefe müssen überstanden werden.

Im Gegensatz zu AIS-Bordsystemen ist der VDR kein Hilfsmittel zur sicheren Schiffsführung im eigentlichen Sinne. Vielmehr wird die „Black Box“ künftig bei der Rekonstruktion von Seeunfällen eine besondere Bedeutung als verlässliche Datenquelle haben. Sie wird helfen, die Wiederholung begangener Fehler zu vermeiden und die Sicherheit auf Schiffen insgesamt zu erhöhen.

 
 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 06.02.2015 08:40:19  
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