Biofouling





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Biofouling

   
 
 

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Neben dem Ballastwasser von Schiffen kann der Bewuchs von Schiffs- und Bootsrümpfen und insbesondere ihrer Nischen, das Biofouling, zur Einschleppung und Verbreitung nicht-einheimischer Arten beitragen. Mit dem Ballastwasser-Übereinkommen, das am 8.9.2017 in Kraft tritt, hat sich die internationale Gemeinschaft auf Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung von Arten im Ballastwasser geeinigt.

Um auch einen international einheitlichen Ansatz für das Management von Biofouling zu gewährleisten, verabschiedete die IMO 2011 die Biofouling Guidelines (MEPC:207 (62).

Seit Inkrafttreten des IMO Übereinkommens über Bewuchsschutzsysteme (AFS-Übereinkommen) und dem Verbot von TBT-haltigen Antifouling Farben auf Seeschiffen im Jahr 2008, werden zahlreiche alternative Antifouling Anstriche und -Systeme genutzt, um einen Bewuchs zu verhindern, beziehungsweise niedrig zu halten. Hierdurch lassen sich sowohl die Verbreitung von Organismen verringern bzw. verhindern, als auch der Strömungswiderstand verbessern und somit Transportkosten und schädliche Emissionen verringern. Vor diesem Hintergrund liegt ein wirksamer Bewuchsschutz gleichermaßen im Interesse von Schiffsbetreibern und Umwelt.

Biofouling am Bootsrumpf

Pumpöffnung

Jedes Schiff trägt eine gewisse Menge an Bewuchs mit sich, auch wenn es kürzlich gereinigt oder mit einem Antfouling System ausgerüstet wurde. Das Ausmaß des Bewuchses wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst:

  1. Schiffsdesign und Konstruktion, insbesondere Anzahl, Standort und Gestaltung von sogenannten Nischenbereichen.
  2. Betriebsmodus des Schiffes, insbesondere Faktoren wie Betriebsgeschwindigkeit und das Verhältnis von Fahrt- und Liegezeiten.
  3. Regionen, die das Schiff besucht oder in denen es sich aufhält.
  4. Schiffsunterhaltung, insbesondere Art, Alter und Zustand des Anti-Fouling Anstrichs, Installation und Betrieb von Antifouling Systemen, Vorgehen bei der Reinigung und im Trockendock.

Die Biofouling Guidelines stellen praktische Empfehlungen für Maßnahmen bereit, die dazu beitragen können, Risiken durch Biofouling zu minimieren. Sie wenden sich an Schiffsbetreiber, Reeder, Schiffsbauer und -Entwickler, Werften, Klassen, Hersteller von Antifouling Systemen und -Produkten, Zulieferer und andere interessierte Gruppen.

Die Guidelines umfassen unter anderem folgenden Aspekte:

  • Biofouling Management Plan und Berichtsbuch
  • Installation und Unterhaltung von Antifouling Systemen
  • Unterwasserinspektion, -Reinigung und -Unterhaltung
  • Design und Konstruktion von Schiffen.

Basierend auf diesen Guidelines wurde ein weiterer Leitfaden (MEPC.1/Circ.792) speziell für Besitzer und Betreiber von Sportbooten mit einer Länge unter 24 Metern erarbeitet und verabschiedet.
Hier werden auch Hinweise und Empfehlungen für das Vorgehen bei Landtransporten von Booten gegeben.


Projekt – Minimierung der Verbreitung gebietfremder Arten (Expertennetzwerk TF 2)
               Fragebogen zum Bioaufwuchs

 
 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 31.07.2017 06:57:34  
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