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BSH gibt geänderte Bundesfachpläne der Nord- und Ostsee für zukünftige Stromanbindungen auf See bekannt


Hamburg, 16.12.2016 Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat am 09.12.2016 die Teilfortschreibungen für die Bundesfachpläne Nord- und Ostsee veröffentlicht. Diese geben vor, wie Offshore-Windenergieanlagen räumlich an das Stromnetz angeschlossen werden. Die Teilfortschreibung ist durch das neue Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG) notwendig geworden, das am 01.01.2017 in Kraft tritt. Zugleich werden Änderungen, die das geänderte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) enthält, umgesetzt. Besondere Aufmerksamkeit bei der Überarbeitung hat das neue Ausschreibungsmodell erhalten.

Windparks in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) sind zu 'Clustern' zusammengefasst. In den Bundesfachplänen Offshore ist festgelegt, wo die Standorte für Konverter- und Umspannplattformen sowie Trassen für Seekabel räumlich entlangführen. Die Festlegung von standardisierten Technikvorgaben und Planungsgrundsätzen dient auch einer umwelt- und raumverträglichen Umsetzung. In den bestehenden Bundesfachplänen war nicht vorgesehen, dass Cluster übergreifend miteinander verbunden werden. Jetzt wurden aufgrund der geänderten Anforderungen des EEG 2017 inhaltliche Anpassungen vorgenommen.

Die Teilfortschreibungen liefern die räumliche Grundlage für die neue Praxis der Versteigerung von Netzanbindungskapazität durch die Bundesnetzagentur. Die Teilfortschreibungen gelten ab 01.01.2017. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) gibt nach den Vorgaben des WindSeeG spätestens am 04.01.2017 die Ausschreibungsbedingungen für die erste Übergangsausschreibung mit dem Stichtag 01.03.2017 öffentlich bekannt. In den Ausschreibungsbedingungen wird sie unter anderem angeben, in welchen Fällen clusterübergreifende Anbindungen nach den Bundesfachfachplänen Offshore ausnahmsweise zulässig sind. Durch diese erweiterten Möglichkeiten wird der Wettbewerb und die Bietervielfalt erhöht, sowie sämtlichen teilnahmeberechtigten Offshore-Windparks eine Chance auf Ersteigerung von Netzanbindungskapazität gegeben.

Zu den clusterübergreifenden Anbindungen in der deutschen AWZ der Nord- und Ostsee wurde jeweils ein Umweltbericht erstellt.

Die Bundesfachpläne Offshore werden auch zukünftig fortgeschrieben und angepasst. Mit der heutigen Teilfortschreibung über den clusterübergreifenden Anschluss ist der erste Teil bereits geschafft. Bis spätestens Ende 2017 werden dann auch die restlichen Festlegungen geprüft und gegebenenfalls fortgeschrieben.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die zentrale maritime Behörde der Bundesrepublik Deutschland. Mit den Dienstsitzen in Hamburg und Rostock unterstützt die Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur als Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung die maritime Wirtschaft, fördert die Sicherheit auf dem Meer sowie die nachhaltige Meeresnutzung, informiert über den Zustand von Nord- und Ostsee und stärkt über Monitorings den Umweltschutz.

Für Rückfragen:
Susanne Kehrhahn-Eyrich
Pressesprecherin (BSH)
Telefon: 040/3190 – 1010
Mobil: 0151/11588574
Susanne.Kehrhahn-Eyrich@bsh.de

Katrin Benner
stv. Pressesprecherin (BSH)
Tel.: 040/3190 – 1011
Katrin.Benner@bsh.de

 

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 19.12.2016 13:57:44  
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