Prüfungen und Zulassungen





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Prüfungen und Zulassungen

   
 
 

Prüfungen und Zulassungen von Schiffsausrüstung

 

Seit dem Inkrafttreten der Schiffsausrüstungsrichtlinie zum 01. Januar 1999 muss Schiffsausrüstung, die einem EG-Konformitätsbewertungsverfahren unterliegt (aufgeführt im Anhang A.1 der Schiffsausrüstungsrichtlinie), mit einem EU-Zertifikat zugelassen werden. Für EU-Zulassungen von Rettungsmitteln, Navigations- und Funkausrüstung sowie Ausrüstung nach  COLREG 72. war seit dem 01. März 2009 BSH-Cert zuständig.

Zum 31. Dezember 2015 hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) diese Arbeit als Benannte Stelle eingestellt.

Für zulassungspflichtige Schiffsausrüstung, die nicht im Anhang A.1 der Schiffsausrüstungsrichtlinie aufgeführt ist, wird weiterhin vom BSH eine nationale Zulassung erteilt.

 

Prüfungen

Seit Januar 1999 ist das Prüflabor in der Abteilung Schifffahrt des BSH nach der europäischen Norm EN 45001 und seit April 2002 nach der Norm DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Aus der Akkreditierungsurkunde ist das Spektrum der akkreditierten Prüfungen ersichtlich.

Das Prüflabor des BSH prüft Schiffsausrüstung (Rettungsmittel, Navigations- und Funkausrüstung sowie Ausrüstung nach COLREG 72 ) aus dem Anhang A.1 und A.2 der Schiffsausrüstungsrichtlinie nach internationalen und nationalen Normen auf ihre Eignung für den Schiffsbetrieb und ihre sichere Funktion an Bord. Die Prüfung erfolgt für Seeschiffe und in Einzelfällen auch für Binnenschiffe. Die Prüfung erfolgt auf Antrag des Herstellers oder seines in der Gemeinschaft ansässigen Bevollmächtigten und wird bei Erfolg mit einer nationalen Zulassung durch das BSH abgeschlossen.

Zulassungen von Schiffsausrüstung gemäß Anhang A.1 der Richtlinie, die das das BSH bis zum 31.12.2015 ausgestellt hat, haben EU-weite Gültigkeit.

Nationale Zulassungen durch das BSH
für folgende Schiffsausrüstung aus dem Anhang A.2 der Schiffsausrüstungslinie:

  • A.2/1.1    Radarreflektor für Rettungsflöße
  • A.2/4.4    Tagsignalscheinwerfer (ab 10. Dezember 2011 A.1/4.52)
  • A.2/4.11  Kombinierte GPS/GLONASS-Anlagen
  • A.2/4.15  Integriertes Navigationssystem
  • A.2/4.17  Aktiver Radarreflektor
  • A.2/4.18  Schallsignal-Empfangsanlage
  • A.2/4.19  Magnetkompass für Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge
  • A.2/4.20  Bahnführungssystem für Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge
  • A.2/4.24  Schubanzeiger
  • A.2/4.25  Seitliche Schub-, Schraubensteigungs- und Drehsinnanzeiger
  • A.2/4.30  Integriertes Brückensystem (ab 10. Dezember 2011 von A.1 in A.2)
  • A.2/4.31  Peileinrichtung
  • A.2/4.32  Wachalarmsystem für Kommandobrücke (BNWAS)
  • A.2/4.33  Bahnführungssystem (einsatzfähig ab einer Geschwindigkeit von 30 Knoten)
  • A.2/4.34  System zur Identifizierung und Routenverfolgung über große Entfernungen (LRIT)
  • A.2/4.35  Galileo Empfänger
  • A.2/4.36  AIS-SART-Geräte
  • A.2/5.1    UKW-EPIRB
  • A.2/5.2    Ersatzstromquelle für Funkanlagen
  • A.2/5.4    Notsignal-Schalttafel
  • A.2/5.5    Seenotalarm-Schalttafel
  • A.2/5.7    Alarmsystem zur Gefahrenabwehr auf Schiffen (SSAS)
  • A.2/5.8    UKW-Flugsprechfunkgeräte (Senden/Empfangen) (ab 10.Dezember 2011)
  • A.2/6.2    Schallsignalanlagen
  •                 Elektronisches Seekartendarstellungssystem (ECS)
  •                 Daten-Aufzeichnungsgerät (DSR)
  •                 Schutzkapsel für VDR
  •                 Automatisches Schiffsidentifizierungssystem (AIS) Class B, feste AIS-Station, AIS-AtoN-Station
  •                 Kombinierte Binnen-/Seefunkgeräte
  •                 Signalleuchten für Binnenschiffe
  •                 Schallsignalanlagen für Binnenschiffe
     

Bitte benutzen Sie dafür das Formular:

Beachten Sie bitte auch die Anleitung - elektronische Formulare  / Guide – Electronic Forms.

Sie können das Formular

  • online ausfüllen sowie ausgefüllt ausdrucken und lokal speichern,
  • leer ausdrucken und von Hand ausfüllen.

 

Umsetzung der Schiffsausrüstungsrichtlinie für:

  • Schiffsausrüstung, die nicht den Anforderungen der aktuellen Schiffsausrüstungsrichtlinie (MED) entsprechend erhältlich ist (z.Z.: Funkanlagen mit DSC) Weiter...
  • Zulassung und Bordinstallation von Navigationslichtern und Bedienpanels Weiter...
  • Anwendung der Vorschriften für Integrierte Navigationssysteme (INS) auf Multifunktionsgeräte Weiter...
  • Ausrüstungspflicht mit Brückenwachalarmanlagen (BNWAS) und Behandlung von bereits eingebauten BNWAS Weiter...

 

Prüfung nach IEC 62288 (Display-Präsentation) siehe Merkblatt Display Standards

 

Prüfung nach IEC 60945 als Teil der Prüfung von Schiffsausrüstung

Im Rahmen der Prüfung und Zulassung von Schiffsausrüstung nach Anhang A.1 und A.2 der Schiffsausrüstungsrichtlinie ist neben der nautisch-technischen Prüfung nach den entsprechenden Gerätenormen die Prüfung nach IEC 60945 vorgeschrieben.

Die IEC 60945 enthält Prüfungen aus dem Bereich Umwelt (Hitze, Kälte, Vibration) und Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), die von einem akkreditierten Labor außerhalb des BSH durchgeführt werden müssen.

Außerdem werden u.a. die Konstruktion, die Bedienung und die eingesetzte Software in Funktion geprüft. Diese Prüfungen sowie die Bestimmung des Kompassschutzabstandes (IEC 60945 Rev. 4, Nr. 4.5.3, 11.2) und Schallmessungen (Nr. 4.5.2, 11.1) können im BSH durchgeführt werden, da das BSH für diese Prüfungen akkreditiert ist.

Navigationsausrüstung für Binnenschiffe (z.B.: Radar, ECDIS, ...) wird von der Fachstelle für Verkehrstechnik (FVT) zugelassen

 
 
 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 13.07.2016 11:28:37  
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