Raumordnung in der AWZ





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Raumordnung in der AWZ

   
 
 

Projekt Baltic LINes

Baltic LINes – Coherent Linear Infrastructures in Baltic Maritime Spatial Plans

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  • Förderprogramm: Interreg-Programm Ostseeregion
  • Lead Partner: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
  • Gesamtbudget: 2,4 Mio. €
  • Laufzeit des Projekts: 2016 – 2019

Hintergrund

Maritime Raumordnung (engl. Maritime Spatial Planning, MSP) ist ein wichtiges Instrument zur Koordinierung von konkurrierenden Nutzerinteressen untereinander sowie zwischen den Nutzerinteressen und den Zielen des Naturschutzes. Die maritime Raumordnung kann jedoch nur effektiv sein, wenn nationale Pläne aufeinander abgestimmt sind und sich gegenseitig nicht widersprechen. Im Gegensatz zum Nordseeraum besteht im Ostseeraum bereits eine längerfristige grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen von verschiedenen Projekten, wie u.a. BaltSeaPlan oder PartiSEAPate. Zudem besteht seit Jahren eine enge Kooperation über die HELCOM-VASAB MSP Arbeitsgruppe. Allerdings sind die einzelnen Staaten bei der Aufstellung der nationalen maritimen Raumordnungspläne auf einem unterschiedlichen Stand.

Projektziel

Das Projekt Baltic LINes soll zu einer besseren Abstimmung von linearen Infrastrukturen, wie Schifffahrtsrouten und Energiekorridoren, in den maritimen Raumordnungsplänen der Ostseeanrainerstaaten beitragen. Auf diese Weise wird eine inkohärente Planung auf grenzüberschreitender Ebene verhindert. Darüber hinaus werden grenzüberschreitende Verbindungskorridore sowie eine raumeffizientere Nutzung der Ostsee gewährleistet.

Projektbausteine

Im Rahmen des Projektes soll ein strukturierter und koordinierter Beteiligungsprozess mit relevanten nationalen und transnationalen Interessensvertretern durchgeführt werden. Unter Berücksichtigung von Prognosen der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung sowie der Umweltsituation sollen die zukünftigen Anforderungen an die maritime Raumordnung aus Sektor-Perspektive sowie deren räumliche Implikationen identifiziert werden. Dabei werden die zusammengetragenen Informationen als Szenarien mit Hilfe des computergestützten Planspiels "MSP Challenge" visualisiert. Es unterstützt Meeresraumplaner beim Verständnis der verschiedenen Herausforderungen für nachhaltige Planung von Aktivitäten im Meer und an der Küste sowie bei der Entwicklung von Planungslösungen.

Darüber hinaus soll Baltic LINes durch die Entwicklung der ersten ostseeweiten Dateninfrastruktur mit maritimen Raumordnungsdaten den Zugang zu transnationalen Daten zur Ausweisung von Gebieten für Schifffahrt und Energieinfrastruktur verbessern. Die dezentrale Dateninfrastruktur soll auch nach Projektende erhalten bleiben bzw. auf andere Sektoren ausgeweitet werden.

Im Rahmen des Projektes sollen zudem grenzüberschreitend relevante Planungsthemen bzw. -gebiete identifiziert werden. Unter Berücksichtigung des Ökosystemansatzes und der im Beteiligungsprozess ermittelten Anforderungen werden die Projektpartner gemeinsame Planungskriterien festlegen. Sie werden Planungsoptionen für Schifffahrtsrouten und Energieinfrastruktur bestimmen, zu denen die einzelnen Sektoren mittels der MSP Challenge konsultiert werden. Die abschließend vorgeschlagenen Planungslösungen sollen bei der Aufstellung und Fortschreibung der nationalen maritimen Raumordnungspläne berücksichtigt werden, mit dem Ziel eine kohärente Planung von linearen Meeresnutzungsformen zu erreichen.

Um die Voraussetzungen für eine dauerhafte transnationale Abstimmung linearer Infrastrukturen im Ostseeraum zu schaffen, entwickelt Baltic LINes Empfehlungen für ein ostseeweites Übereinkommen zur grenzüberschreitenden Konsultationen im Hinblick auf lineare Meeresnutzungsformen im Planungsprozess. Diese Empfehlungen werden der HELCOM-VASAB MSP Arbeitsgruppe zur Entscheidung und Implementierung vorgelegt.

Windpark


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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 22.06.2016 10:25:29  
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