Operationelle Modelle





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Operationelle Modelle

   
 
 

Das Lagrange'sche Ausbreitungsmodell


Für die Simulation der Drift und Ausbreitung von Stoffen wird die untersuchte Substanz in diesem Modell wie eine "Teilchenwolke" behandelt (Lagrange'sches Verfahren). Die Teilchen werden unter dem Einfluss der Strömung verdriftet. Schwimmende Substanzen werden zusätzlich mit einem bestimmten Prozentsatz der Windgeschwindigkeit transportiert. Bei der Simulation einer Ölausbreitung wird außerdem das physikalische Verhalten unterschiedlicher Ölsorten auf der Wasseroberfläche und in der Wassersäule berücksichtigt.

Abbildung 5: Anlandung Öl-Teilchen (in schwarz) , rot Wind
Simulation einer Ölausbreitung: angelandete Öl-Teilchen schwarz, Wind rot

Das Lagrange'sche Modell wird vorwiegend zur Unterstützung der Küstenwache bei aktuellen Meeresverschmutzungen eingesetzt. Mit dem Modell können auch Driftprognosen für schwimmende Personen und Gegenstände (Boote, über Bord gegangene Ladung etc.)sowie Ausbreitungs- und Driftberechnungen für Öl und wasserlösliche Chemikalien durchgeführt werden. Außerdem wird das Modell häufig verwendet, um das Herkunftsgebiet eines Stoffes zu bestimmen. Es ist somit ein wichtiges Hilfsmittel für die Ermittlung des Verursachers einer Verschmutzung.
Die neueste Version des Lagrange'schen Driftmodells nennt sich Seatrack Web.

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 © 2017 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Aktualisiert am: 07.07.2016 15:13:06  
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